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Meet Popster und die zwei Gründerinnen: Miriam und Caroline

Das Styles4Work Magazin stellt euch heute zwei Start-up Gründerinnen vor. Caroline Brudler und Miriam Schimka haben vor drei Jahren Popster gegründet, frozen Cocktails am Stiel! Lest hier das interessante Interview mit den beiden und hört ihre inspirierende Geschichte….

Steckbrief Caroline

Name: Caroline Brudler
Beruf: Betriebswirtin
Position: CEO & Co-Founder
Lebensmittelpunkt: Berlin
Familiäre Situation: verheiratet, 2 Kinder

Steckbrief Miriam

Name: Miriam Schimka
Beruf: Betriebswirtin
Position: CEO & Co-Founder
Lebensmittelpunkt: Berlin
Familiäre Situation: verheiratet, 2 Kinder

Wie ist Euer beruflicher Hintergrund?

C.B.: Ich war Finanz- und Projektmanagerin im Konsumgüterbereich…
M.SCH.: … und ich Marketing- und Kommunikationsmanagerin.

Ihr habt vor fast 3 Jahren das Start-up Popster Ice gegründet. Gefrorene Cocktails am Stiel! Wie seid Ihr auf diese geniale Idee gekommen?

M.SCH.: Wir haben 2015 Eis am Stiel aus natürlichen Zutaten bei einer Reise nach New York entdeckt. Es war ein totaler Hype dort und wir hatten sofort die Idee, sowas auch in Deutschland anzubieten. Wieder zurück, haben wir begonnen zu Hause in der Küche zu experimentieren. Dabei kamen wir dann auf die Idee, die leckersten Geschmacksrichtungen mit Alkohol zu verbinden, also einen Frozen Cocktail daraus zu machen.

Wie sind Eure Erfahrungen als Frauen in Deutschlands Gründerszene?

M.SCH.: Tatsächlich eigentlich recht positiv. Die meisten Leute, mit denen wir gesprochen haben, finden es toll, wenn man als Frau etwas gründet und als Mutter gleich noch mehr. Aber ich kann auch nur von unserer Branche sprechen.

Welche Steine musstet Ihr aus dem Weg räumen? Womit habt oder hattet Ihr zu kämpfen?

C.B.: Da wir beide Mütter von zwei Kindern sind, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bestimmt eine der größten Herausforderungen. Bei uns stand die Familie immer an erster Stelle und somit konnten wir bei einigen Veranstaltungen, die für uns sinnvoll gewesen wären, nicht selbst teilnehmen.

Grundsätzlich ist das Produkt Eis auch nicht ganz unproblematisch. Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden, was vor allem die Zuverlässigkeit der Logistikdienstleister sehr fordert.

Was sind die wichtigsten Erfahrungen der letzten Jahre gewesen?

M.SCH.: Eine Marke zu schaffen, die Leute dann auch kaufen, ist eine tolle Erfahrung. Es ist spannend, dass man bei einem Start-up eigene Ideen direkt umsetzen kann, das unterscheidet sich schon stark von der Arbeit bei größeren Unternehmen.

Habt Ihr einen Rat für Gründerinnen in der Szene?

C.B.: Miriam und ich sind als Gründerinnen sehr unterschiedlich und haben einen anderen Hintergrund. Als Team haben wir dennoch sehr gut harmoniert. Ich denke, es ist ein guter Rat, die Arbeitsweise des Anderen zu respektieren und einen Nutzen aus der Diversität zu ziehen.

Ein großes Learning ist auch die zentrale Rolle des Vertriebs im Unternehmen. Viele Gründer im Konsumgüterbereich sind eher Produkt- und Marketingorientiert. Ein langfristiger Erfolg kann sich aber nur einstellen, wenn frühzeitig eine Vertriebsstrategie aufgesetzt wird und auch hier Ressourcen entsprechend bereitgestellt sind.

Styles4Work ist ein Online Shop, spezialisiert auf Business-Mode und Business-Editorials. Wie beurteilt Ihr die Bedeutung von spezialisierten Plattformen und Blogs für die Trendbildung in den kommenden Jahren?

M.SCH.: Ja, ich denke schon, dass das immer wichtiger werden wird. Die Leute informieren sich über Trends fast ausschließlich übers Internet und alles, was Zeit spart und Themen, die einen interessieren, zusammenfasst, wird meiner Meinung nach weiter an Bedeutung zunehmen.

Benutzt Ihr selbst social media?

C.B.: Beruflich ja, privat, nur um mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

M.SCH.: Ja.

Mode ist ein emotionales, sehr persönliches Thema. Gibt es für Euch ein Outfit, das immer passt?

C.B.: Nein, ich passe mich gerne der jeweiligen Situation an. Ich genieße es auch, dass wir hier in Berlin sozusagen die größtmögliche modische Freiheit haben.

M.SCH.: Für mich auch nicht, ich finde, dass Mode bei mir ganz stark meine Stimmung widerspiegelt.

Und ein Lieblingsoutfit?

C.B.: Ich liebe kurze Kleider mit Stiefeletten kombiniert.
M.SCH.: Ich habe auch gerne Kleider an, die man je nach Tageszeit anders kombiniert. Und ich trage gerne Jeans mit Blazer.

Habt Ihr Lieblingslabel?

CB: Ja, aber nicht im klassischen Business Bereich. Aktuell finde ich Ulla Johnson für Kleider und Aquazzura für Schuhe sehr gut. Außerdem bin ich ein Fan von Vivienne Westwood.

MSCH: Wechselnd, ich finde manche Labels haben in einer Saison tolle Sachen und in der nächsten kann ich mir gar nichts davon vorstellen. Ich kombiniere gerne.

Versucht Ihr Modetrends in das Business-Outfit einzubauen?

C.B.: Ja, ich versuche das. Ich hoffe, es gelingt mir ?.

M.SCH.: Doch klar, aber nicht immer. Ich finde, es gibt auch Termine, da ist auch etwas ganz Klassisches die bessere Wahl.

Welche Farben tragt Ihr im Job?

M.SCH.: In Berlin tendiert man, glaube ich, dazu immer schwarz oder zumindest dunkel zu tragen, im Winter bin ich da auch dabei. Im Sommer kann es dafür bei mir gerne bunter sein.

Was findet man immer in Eurer Handtasche?

C.B.: Handy, Schlüssel und Geldbeutel sind immer drin. Häufig ein Lippenstift und ein paar Ohrringe.

M.SCH.: Same here – nur keine Ohrringe, dafür aber meist einiges an Spielsachen für die Kinder. Spielautos, Malstifte etc.

Welchen Tipp habt Ihr für Frauen, die Ihren Style noch suchen?

MSCH: Ich weiß gar nicht, ob man wirklich seinen ‚eigenen‘ Style haben muss. Für mich ist das Schöne an Mode, dass man sich immer wieder neu damit erfinden kann. Aber es hilft grundsätzlich, im ersten Schritt zu wissen, was gut zur eigenen Figur passt. Den wenigsten Leuten steht jeder Trend.

Welchen Tipp habt Ihr für Mompreneurs, die ein eigenes Unternehmen gründen wollen oder gegründet haben?

M.SCH.: Durchhaltevermögen und ein gutes Netzwerk – beruflich wie privat. Vereinbarkeit ist bei den meisten Mompreneurs wahrscheinlich das größte Thema. Man braucht entweder einen Partner, der einen stark unterstützt oder eine sehr gute Kinderbetreuung, auf die man sich verlassen kann. Und natürlich wird bei einer Gründung immer mal wieder was schieflaufen. Hier hilft es, Dinge, die nicht gut laufen, schnell zu ändern und dann wieder nach vorne zu schauen. Ärgern hilft nicht.

Wer oder was inspiriert Euch?

C.B.: CHAN! CHAN sind die Anfangsbuchstaben von Christiane Haasis und Angelika Nelissen und ein unglaublich inspirierendes Vorbild für alle Working Mums. Die beiden Mütter arbeiten bei Unilever Deutschland und sind die beiden ersten „Job-Sharing“ Vice Presidents weltweit. Das bedeutet beide arbeiten Teilzeit auf demselben Job und tun quasi so, als wären sie eine Person.
Aktuell sind die beiden bei Michael Trautmann und Christoph Magnussen im Podcast „On the Way to NEW WORK“ auf Spotify zu Gast. Unbedingt anhören!!

Welches gesellschaftliche Thema liegt Euch am Herzen?

M.SCH.: Die Vermeidung von Plastik bzw. der Einsatz möglicher Alternativen ist für mich ein immer wichtigeres Thema.

C.B.: Nachhaltigkeit im Allgemeinen und eine biologische Lebensmittelproduktion in Deutschland im Besonderen. Wir arbeiten in Berlin-Mitte in einer durchaus wohlhabenden und neuen Trends gegenüber aufgeschlossenen Gesellschaft. Leider kann ich auch in diesem Umfeld keine erhöhte Bereitschaft zum nachhaltigen Kaufverhalten erkennen. Hier muss sich etwas ändern, sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite.

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