MEET Tatiana de Weber – Hochzeitsplanerin, Organisationsgenie und Working Mum

Tatiana de Weber ist Hochzeits- und Eventplanerin. Eine wahre Berufung für sie, der sie seit fünf Jahren mit viel Herzblut, Dynamik und Empathie folgt. Tatiana sprüht vor brasilianischem Charme und Temperament. Die 46jährige wurde in Brasilien geboren, lebt aber seit inzwischen über 20 Jahren mit vier Jungs (drei Söhne, ein Ehemann) in Deutschland.

Nach einem Studium der Germanistik und Medienwissenschaften hat sie für Verlage und fürs Fernsehen gearbeitet, bis sie nach der Geburt ihres dritten Sohnes den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und eine Agentur für Event- und Hochzeitsplanung gründete, Tatiana de Weber Eventdesign und Hochzeitsplanung. Ihre Konzepte sind einzigartig und außergewöhnlich. Mit sehr viel brasilianischem Feingefühl und Temperament, sicherem Geschmack, inspirierenden Ideen und bemerkenswertem Organisationstalent entwickelt sie wahre Kunstkonzepte für Hochzeiten, Geburtstage, Partys…

In unserem Interview verrät sie uns, wie sie ihren Arbeitsalltag und ihr Familienleben managt, wie sie ihren Traumberuf gefunden hat und wie wichtig ein guter Business Look für sie ist.

 

 

Wie hast Du deine Leidenschaft für das Planen von Hochzeiten und Partys entdeckt?

Ein Fest war für mich schon immer der Anlass, mich kreativ auszuleben und daraus unvergessliche Momente zu zaubern. Meine Familie feiert eigentlich alles und das habe ich sehr verinnerlicht. Jeder kleinste Anlass reicht für einen besonderen Rahmen. Ein Pizzaabend mit Freundinnen z.B., bedeutet mir so viel, dass ich etwas Besonderes daraus machen möchte.

Zunächst habe ich nur im privaten Rahmen an der Umsetzung meiner Ideen gebastelt. Ich wollte, dass meine Gäste schöne Momente erleben, an die sie sich im Nachhinein erinnern und erfreuen können. Nach der Geburt meines dritten Kindes wurde es mit den unregelmäßigen Arbeitszeiten immer komplizierter. Als dann Freunde fragten, ob ich auch ihr Fest organisieren könnte und dann Bekannte und Arbeitskollegen, entstand die Idee, mich mit meiner großen Leidenschaft selbstständig zu machen. Und so fügt sich alles zusammen und das Schicksal nahm seinen Lauf. Eigentlich ist mein Job eine Verlängerung meines Lebensstils. Der Beruf hat sozusagen mich gefunden!

Was hat Dich bewogen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu machen?

Die eine Sache ist, das zu entdecken, was Dir Spaß macht. Die andere, aus diesem Spaß etwas Sinnvolles zu schaffen, eine Tätigkeit, die dich ausfüllt.

Ich war nie eine Frau, die nur Hausfrau und Mutter sein wollte, auch nicht als Mädchen. Viele Frauen finden vielleicht etwas, was ihnen wirklich Spaß macht, setzen es aber nicht professionell um. Das sehe ich anders. Mir ist die Möglichkeit zum Austausch, zur Kreativität so wichtig, dass ich mich schließlich zur Selbstständigkeit entschlossen habe. Und das habe ich bis jetzt nicht bereut.

Ich bin sehr neugierig und möchte am liebsten ständig etwas Neues erleben und erfahren, bloß keine Wiederholungen. So kann ich neue Ideen entwickeln. Ich möchte meine Tage füllen, mit Kreativität, Wandel und Austausch.

Was ist für Dich das Schönste an Deinem Job?

Das Schönste ist, dass ich mit dem Glück arbeite. Menschen, die heiraten und feiern, freuen sich, sie hoffen, sie glauben, sie sind begeistert – es geht um 1000 positive Gefühle! Das beflügelt und befriedigt mich ungemein.

Klar, die Bräute sich natürlich auch aufgeregt und nervös. Häufig ist die Planung auch nicht problemlos, Ideen werden verworfen und wieder aufgegriffen, man muss umdenken können, aber die Freude und das Glück überwiegen alles. Diesen Weg begleiten zu können, empfinde ich als etwas ganz Besonderes. Wenn sich am Ende die kleinen Mosaiksteinchen zu dem großen Ganzen zusammenfügen, fühlt sich das einfach großartig an und macht mich jedes Mal genau so glücklich wie meine Brautpaare. Das ist schon etwas sehr, sehr Schönes.

Wie und wo findest Du Inspirationen?

Das ist ganz witzig, bei mir findet man kaum ein Hochzeitsmagazin. Ich versuche mich von der ganzen Wedding Industrie fernzuhalten, weil ich glaube, Kreativität entsteht durch den Mut etwas Neues auszuprobieren. Die Ideen fangen grundsätzlich in meinem Kopf und nicht am Bildschirm an. Deshalb finde ich es sehr wichtig von Zeit zu Zeit diese ganzen Medienkanäle abzuschalten, sich von den Millionen Bildern in Instagram und Co. zu befreien und auf neue und vor allem eigene Ideen und Konzepte zu kommen. Ich möchte auf gar keinen Fall etwas wiederholen.

Ich finde vielmehr Inspirationen in fremden Branchen, wie der Garten- und Innenarchitektur oder der Kunst. Dementsprechend sind meine Moodboards auch nicht so schön, und zwar ganz einfach, weil es die Idee noch nicht gab und immer sehr individuell ist. Das ist anfangs manchmal ein Problem mit den Bräuten, aber Gott sei Dank vertrauen sie mir. Ich habe kein perfektes Konzept für z.B., eine maritime Hochzeit, in der Schublade. Jedes Konzept entsteht neu und unvoreingenommen. Das macht sie so besonders, einzigartig und persönlich.

Glaubst Du, dass Frauen auf ihrem Weg generell härter kämpfen müssen?

Total. Und noch schlimmer wird es, wenn die Frau Familie hat. Heutzutage wird von uns alles erwartet. In vergangenen Jahren war es noch gewiss klarer getrennt, die Frau hatte ihre Position, zwar zugegeben häufig eine doofe, aber die Rollenverteilung war geregelt, sie wurde nicht in Frage gestellt. Heute ist eigentlich alles, was du machst, falsch. Bleibst du zu Hause, wirst du schräg angeguckt und man fragt, was machst du eigentlich den ganzen Tag. Arbeitest du Vollzeit und holst dein Kind erst um 17Uhr aus der Kita, sind alle entsetzt, weil dafür muss man ja keine Kinder kriegen. Holst du dein Kind mittags aus der Kita ab, hat das Kind viel zu wenig soziale Kontakte… Nebenbei musst du natürlich das gesellschaftliche Leben wuppen, die beste Freundin sein, die beste Hausfrau, die beste Mutter und die beste Ehefrau. Es ist einfach sehr viel.

Häufig wird die Verwirklichung einer Frau auch mit Egoismus gleichgesetzt. Die Welt ist sehr, sehr streng mit den Frauen und auch nicht klar in ihren Erwartungen. Letztlich muss man sich frei machen von diesen Erwartungen, seinen eigenen Bedürfnissen folgen und für sich selbst den richtigen Weg finden.

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft ist gerade großes Thema. Wo siehst Du Unterschiede zwischen Brasilien und Deutschland?

Die gibt es definitiv. In Brasilien herrscht noch viel mehr eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Den Beruf ‚Hausfrau‘ gibt es als solches nicht. Entweder gehörst du zu den Privilegierten und hast Personal, das den Haushalt für dich schmeißt und deine Kinder betreut, dann geht diese Frau in jedem Fall arbeiten und hat auch meist eine hervorragende Ausbildung genossen. Oder du gehörst zu dem großen Teil der Bevölkerung, der hart arbeiten muss, um zu überleben. Die Struktur ist dadurch eine ganz andere, eine arbeitende Frau ist auf jeden Fall kein großes Thema in der brasilianischen Gesellschaft, sondern etwas ganz Normales.

Das ist in Deutschland schon anders. Ein großer Teil des Problems liegt in Deutschland allerdings an den Frauen selbst. Da geht es um Neid, Ehrgeiz und Konkurrenz. Dabei sollten wir alle vielmehr zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen.

Gibt oder gab es für Dich Vorbilder?

Mein größtes Vorbild ist meine Mutter. Meine Mutter ist Innenarchitektin und von ihr habe ich die Leidenschaft für Farben, Muster, Stoffe. Ich habe sie so oft beobachtet, wie sie aus einem einfachen Grundriss eine komplett neue Welt erschaffen hat. Und damals gab es noch kein Internet. Es war eine sehr haptische Herangehensweise.

Ein bisschen wiederhole ich auch ihre Geschichte. Meine Mutter war zunächst erfolgreiche Juristin, das war schon außergewöhnlich damals, und hat dann mit Ende 30 noch einmal auf Innenarchitektur umgesattelt. Ein sehr mutiger Schritt für die damalige Zeit. Ich habe mich auch mit 40 dazu entschlossen, einen komplett neuen Weg zu gehen. Meine Mutter ist da wirklich eine große Inspiration für mich gewesen und ist es auch immer noch.

Welchen Rat würdest Du deinem jungen Selbst geben?

Wenn ich jetzt 20 wäre, würde ich mehr auf mich selbst hören, und nicht auf das, was von mir erwartet wird. Ich würde das machen, was mir wirklich Spaß macht.

Im Prinzip gibt es nur zwei Wege. Die meisten jungen Menschen stehen unter Erwartungsdruck von ihren Familien und der Gesellschaft. Man muss sich entscheiden. Entweder man leidet am Anfang oder am Ende. Entscheidet man sich mit 20 den eigenen Weg zu gehen und stellt sich damit gegen das Elternhaus und die ganze ‚normale’ Welt voller Anwälte, Versicherungsvertreter, Lehrer… wird der Weg sicherlich zu Beginn sehr steinig sein, mit 40 ist man (hoffentlich!) aber erfüllt. Oder man entspricht den Erwartungen der Eltern und der Gesellschaft, geht eigentlich deren Lebensweg, das ist sicher zunächst einfacher. In der Mitte des Lebens kommt dann aber die Unzufriedenheit. Mein Rat wäre auf jeden Fall, auf das eigene Herz zu hören, das spricht immer die Wahrheit. Und Mut zu haben, sich durchzusetzen.

Beruf und Familie, das ewige Thema: Wie schaffst Du den Spagat?

Ich muss sagen, mein Mann macht sehr viel mit. Er kann das beruflich inzwischen ganz gut einrichten und ist mein größter Fan :). Außerdem ist meine Anfangszeit seine stabilste Zeit, will sagen, er hat schon erreicht, was er erreichen wollte und kann mich jetzt dementsprechend unterstützen und auffangen. Das funktioniert sehr gut. Anders ist es, wenn beide gleichzeitig anfangen und sich etwas aufbauen möchten, das ist eine kompliziertere Situation.

Wie sieht eine gute Work-Life-Balance für Dich aus?

Ich würde gerne sagen, ich entspanne mich beim Laufen, beim Kochen oder beim Schwimmen. Aber es ist in der Tat so, dass meine Arbeit meine Entspannung ist. Eigentlich entspanne ich mich am besten, wenn ich an einem Konzept arbeiten kann, in Ruhe und allein, ohne dass mich jemand stört. Das mache ich am liebsten und tut mir wahnsinnig gut.

Wo siehst Du dich selbst in zehn Jahren?

Glücklich mit meinen Lieben. Das ist zumindest das Ziel und das ist vollkommen ausreichend für mich. Mein Leben ist im Hier und Jetzt, ich bin eher eine Macherin und Genießerin, ich spekuliere sehr ungern über die Zukunft. Wenn du dir vom Herzen Mühe gibst und daran arbeitest, deine Tage schön zu gestalten, anderen eine Freude zu machen, auf dich achtest, Spaß an den vielen Kleinigkeiten des täglichen Lebens hast, dann, denke ich, musst du dir keine Gedanken über die Zukunft machen. Sie wird ganz sicher zauberhaft.

Wie wichtig ist Deiner Meinung nach ein passendes Business Outfit?

Das ist sehr wichtig. Den Gedanken, sich im Job genauso anzuziehen wie in der Freizeit finde ich völlig abwegig. Business Garderobe muss auch ein Bild, eine Erwartung erfüllen. Sie muss zu dir selbst und zum Business passen sowie stimmig sein. Das Outfit kann sogar Teil der Marketing-Strategie sein. Die Aufgabe, der Job, das Ziel muss sich in jeder Kleinigkeit widerspiegeln und dazu gehört auf jeden Fall das Outfit.

Gibt es für Dich ein Business Outfit, in dem Du dich immer gut fühlst?

Die weiße Bluse. Ich glaube, ich habe sicher mindestens 48 davon… Eine weiße Bluse ist für mich wie ein leeres Blatt, das einfach beschrieben werden kann. Wir haben ja auch alle nicht viel Zeit und da ist eine coole weiße Bluse eine ideale Basis, bestenfalls mit Kragen, der rahmt das Gesicht wunderbar ein. Und dann kleckere ich gerne Farben dazu, auch kräftige. Für mich die einfachste Art elegant, charmant und pfiffig aufzutreten. Und auch altersgerecht. Ab einem bestimmten Alter in einem völlig ausgeflippten Outfit aufzutreten, finde ich unpassend. Wenn man so ist, in Ordnung, ich bin es nicht.

Welches Buch liegt gerade auf Deinem Nachttisch?

Ehrlich gesagt, komme ich nicht viel zum Lesen in der letzten Zeit. Mein Kopf ist auch abends häufig noch so voll von Informationen und Bildern. Am liebsten schaue ich Bildbände an, momentan über japanische Gärten. Und Bücher meines kleinen Sohnes, die findet man dort auch. Gerade zittern wir mit einer kleinen Maus, die seine Mama sucht „Ein Fall für Buffy“ …

 

 

 

Meet Stefanie Saga – HR-Professional und angehende Working Mom

Steckbrief

Name: Stefanie Saga
Alter: 41
Familienstatus: in fester Partnerschaft, 1 Tochter (6 Monate)
Beruf und Position: Dipl.-Kauffrau; letzte Position: Direktorin HR Innovation & Konzepte bei der Allianz Deutschland AG, aktuell in Elternzeit
Wo lebst Du? München
Wie würdest Du deinen Lifestyle umschreiben? mit Liebe zum Detail, stylish-klassisch, international
Hobbies: Familie und Freunde, Reisen, soziales Engagement, Kunst
Hast Du ein Motto? Love it, change it or leave it.

Wie ist dein beruflicher Hintergrund?

Im Anschluss an eine kaufmännische Ausbildung habe ich Internationale Betriebswirtschaft studiert. Nach dem Studium bin ich bei Peek & Cloppenburg im Personalbereich eingestiegen und bin dann, dort nach verschiedenen Stationen im Personal- und Finanzbereich, als HR Business Partnerin zu Amazon gewechselt. Anschließend habe ich die Personalleitung bei NKD in Deutschland und international übernommen, bevor ich als Head of HR zu mytheresa.com gewechselt bin. Zuletzt war ich bei der Allianz Deutschland AG als Direktorin HR Innovation & Konzepte tätig und genieße nun gerade die Zeit mit meiner kleinen Tochter, die vor einem halben Jahr geboren wurde.

Was sind die größten Herausforderungen in Deiner jetzigen Position?

Durch meine Stationen u.a. bei Amazon und mytheresa.com habe ich nicht nur sehr schlanke und effiziente Personalprozesse kennengelernt und aufgebaut, sondern bereits umfangreiche Erfahrungen mit dem Thema Digitalisierung gesammelt.
Die besondere Herausforderung war jetzt, dieses gesammelte Wissen auf die spezifischen Anforderungen eines Großkonzerns anzupassen und dort einzubringen.

Du hast als HR-Führungskraft in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Was sind die nötigen skills, um eine erfolgreiche HR-Managerin zu werden?

Ich sehe mich als echter Partner des Business und will immer verstehen, wodurch HR wertschöpfend tätig werden und das Unternehmen zukunftsorientiert unterstützen kann. Das kann, z.B. bei einem schnell wachsenden, dynamischen Start-up, die schnelle und passende Rekrutierung von Mitarbeitern und der Aufbau von Führungskräften sein, bei einem Großkonzern die Unterstützung der gesamthaften Transformation durch ein professionelles Changemanagement. Als HR Manager muss man daher über Geschäftsverständnis verfügen und entsprechende Kennzahlen verstehen und nutzen. Ein Vorteil für mich war immer, dass ich auch bereits in anderen Bereichen wie Finanzen und Vertrieb tätig war.

Du hast sowohl bei mytheresa.com als auch bei der Allianz als HR-Managerin gearbeitet. Was hat Dir besser gefallen „Start-Up“ vs. Weltkonzern?

Beides hat, wie immer im Leben, Vor- und Nachteile. Für mich entscheidend sind ein unternehmerisches Umfeld und ausreichend Gestaltungsspielraum in meiner täglichen Arbeit. Das ist eine Frage der Unternehmenskultur und unabhängig von der Größe des Unternehmens.

Wie sind Deine Erfahrungen als Frau in der HR-Szene?

Die HR-Szene ist grundsätzlich eher frauenlastig, in den höheren Ebenen nimmt der Frauenanteil dann aber leider rapide ab. Positiv ist deshalb, dass es inzwischen schon mehrere weibliche Personalvorstände in großen Konzernen gibt. Ich unterstütze gerne weibliche Potenzialträgerinnen, die ihre Karriere in HR sehen, entsprechend weiterzukommen.

Hattest Du selbst Mentoren auf Deinem beruflichen Werdegang?

Ja, zum Glück und ich bin sehr dankbar dafür. Mich hat insbesondere ihr persönlicher Rat weitergebracht und mir immer wieder neue Perspektiven eröffnet.

Styles4Work ist ein Online Shop, spezialisiert auf Business Mode und Business Editorials. Wie beurteilst Du die Bedeutung von spezialisierten Plattformen und Blogs für die Trendbildung in den kommenden Jahren?

Das finde ich ungemein wichtig. Das Internet bietet heute eine solche Vielzahl an Informationen, dass es mir das Leben sehr erleichtert, wenn es spezialisierte Plattformen und Blogs gibt, die zu den Themen, die mich interessieren, bereits einen Überblick geben. Da haben sich Fachleute ausführlich mit den Themen und Trends beschäftigt und kreieren durch ihre Stellung natürlich auch neue Trends. Das ist fast wie ein persönlicher Stylist, der einem Vorschläge macht und man sucht sich aus der bereits kuratierten Auswahl etwas aus.

Benutzt Du selbst social media?

Ja, sowohl beruflich als auch privat, allerdings insbesondere als Konsumentin, um mich inspirieren zu lassen.

Mode ist ein emotionales, sehr persönliches Thema. Gibt es für Dich ein Outfit, das immer passt?

Ein schlichtes schwarzes Kleid passt fast immer. Je nachdem, wie ich es kombiniere, kann ich es im Büro, zum Ausgehen oder in der Freizeit tragen.

Hast Du ein Lieblingsoutfit fürs Office?

Nein, ich entscheide morgens nach Lust und Laune und anstehenden Terminen. Ich trage allerdings gern Kleider und Röcke.

Hast Du ein Lieblingslabel?

Nein. Das ist das spannende an Mode: Jede Saison/Kollektion kann eine Marke bedingt durch einen neuen Designer mich plötzlich mehr oder weniger ansprechen. Es gibt aber ein paar Labels, da schaue ich regelmäßig.

Versuchst Du Modetrends in Dein Business-Outfit einzubauen?

Ja, in kleinen Facetten, allerdings abhängig vom Umfeld und anstehenden Terminen.

Welche Farben trägst Du im Büro?

Alle außer Neonfarben. Ich trage grundsätzlich gern Farbe, insbesondere im Sommer.

Was findet man immer in Deiner Handtasche?

Lippenbalsam und Lippenstift, Telefon, Kreditkarte und inzwischen mindestens einen Schnuller für meine Tochter.

Welchen Tipp gibst Du Frauen, die Ihren Style noch suchen?

Schaut Euch Frauen des öffentlichen Lebens an, welcher Stil Euch anspricht. Dann könnt Ihr ihnen über Social Media folgen bzw. im Internet Bilder recherchieren und Euch von ihren Outfits inspirieren lassen. Und jetzt gibt es ja auch Styles4Work!

Beruf und Familie, das ewige Thema: Wie schaffst Du es, beides zu meistern?

Aktuell bin ich noch in Elternzeit. Ich bin aber schon gespannt, wie es wird, wenn ich wieder beruflich starte. Ich denke, dass eine gute Organisation und Prioritäten setzen das Wichtigste sind. Aber ich bin dankbar für jeden Tipp.

Wer oder was inspiriert Dich?

Ich bin ein visuell geprägter Mensch und nehme Inspirationen gern auf Reisen, über Social Media und in Museen auf. Außerdem inspirieren mich Powerfrauen wie z.B. Sheryl Sandberg, Amal Clooney oder Verena Pausder.

Welches gesellschaftliche Thema liegt Dir am Herzen?

Mir liegt besonders die Förderung von sozial benachteiligten Kindern am Herzen. Nicht jedes Kind hat das Glück, in eine friedliche, liebevolle und fördernde Umgebung hineingeboren zu werden. Hier versuche ich im Rahmen meiner Möglichkeiten durch persönliches Engagement wenigstens ein paar Kindern zu helfen und ihnen glückliche Momente zu verschaffen.

Meet Miriam Wohlfarth, Gründerin von RatePAY, Powerfrau mit Vision und Working Mom

Steckbrief

Name: Miriam Wohlfarth
Alter: 48
Beruf und Position: Geschäftsführerin/Gründerin von RatePAY
Wo lebst Du? Berlin
Familienstatus: Verheiratet, 1 Kind
Wie würdest Du deinen Lifestyle umschreiben? Easy und unkompliziert
Folgst Du einem Motto? Einfach mal machen und Mut haben.

Wie ist dein beruflicher Hintergrund?

Ein abgebrochenes Studium, viele Reisen mit dem Rucksack, Ausbildung in der Touristikbranche und dann 5 Jahre Vertrieb in der Reisebranche. Dann kam der Switch ins Online-Payment bei einem Start-up, wo ich 8 Jahre tätig war. Anschließend gründete ich ein neues Start-up, RatePAY.

Vor knapp neun Jahren hast Du RatePAY gegründet, einen Anbieter für E-Payment, mitten in der Finanzkrise, und genau den Puls der Zeit getroffen! Was hat Dich bewogen den Sprung ins Start-up zu wagen?

Ich habe die Lücke im Markt gesehen. Nach all meinen Erfahrungen in der Payment-Branche gab es damals noch keine Lösung für das Bezahlen per Rechnung oder in Raten für Onlineshops. Diese Zahlungsarten waren bis dahin nur den großen Versandhändlern vorbehalten. Das wollte ich ändern. Also gründete ich RatePAY.

Was sind Deine Erfahrungen als Frau in Führungsposition?

Ich selbst mache da keine Unterschiede zwischen Mann und Frau. Wenn jemand gut in seinem Job ist und die entsprechenden Skills hat, soll er Führungskraft werden. Dabei sind mir Geschlecht, Herkunft oder Sprache egal. Ich setze auf Diversity, weil ich überzeugt bin, dass gemischte Teams erfolgreicher arbeiten.

Glaubst Du, dass Du als Frau härter kämpfen musstest?

Nein, nicht härter als Männer. Wie schon gesagt, wer fähig ist, soll weiterkommen. Wer mit Leidenschaft an die Sache geht, wird erfolgreich. Wichtig ist es, seine Ziele zu verfolgen.

Hast Du dich folglich zu Kompromissen entschlossen?

In gewisser Weise ja. Ich habe für mich akzeptiert, dass nicht alles perfekt sein muss. Trotzdem wollte ich immer alles vereinbaren und habe das auch geschafft – siehe Job und Familie.

Was rätst Du Frauen, die sich für eine Karriere in der Finanzwelt, immer noch eher eine Männerdomäne, entscheiden?

Auch hier mache ich keine Unterschiede. Alle Ratschläge, die ich habe, gelten für Männer und Frauen, auch unabhängig von der Branche, in der sie arbeiten. Wichtig ist es, seine Ziele zu kennen, sich zu fokussieren, Erfolge zu feiern und bei Niederlagen einfach weiterzumachen.

Styles4Work ist ein Online Shop, spezialisiert auf Business Mode und Business Editorials. Wie beurteilst Du die Bedeutung von spezialisierten Plattformen und Blogs für die Trendbildung in den kommenden Jahren?

Gerade Nischen haben das Zeug, richtig erfolgreich zu werden. Wenn man die Nischen kennt und diese richtig bedienen kann, hat man hier ein gutes Alleinstellungsmerkmal.

Benutzt Du selbst soziale Medien?

Ja, Twitter und LinkedIn. Und ein bisschen „Schauen“ bei Instagram.

Mode ist ein emotionales, sehr persönliches Thema. Gibt es für Dich ein Outfit, das immer passt?

Ich trage das, in dem ich mich wohl fühle. Mit einer schwarzen Jeans und einem weißen T-Shirt kann man in der Regel nichts verkehrt machen.

Hast Du ein Lieblingsoutfit?

Siehe oben. Und dazu einen richtig gut sitzenden Blazer, coole Schule und eine schöne Handtasche.

Versuchst Du Modetrends in Dein Business-Outfit einzubauen?

Nein. Wie gesagt, wohlfühlen ist angesagt. Wenn, dann bei den Accessoires.

Welche Farben trägst Du im Büro?

Meistens schwarz und weiß.

Welchen Tipp gibst Du Frauen, die Ihren Style noch suchen?

Jeder sollte das tragen, in dem er sich wohlfühlt.

Beruf und Familie, das ewige Thema: Wie schaffst Du es, beides zu meistern?

Gutes Zeitmanagement, Hilfe durch diverse Onlinetools und den Fokus auf das Wesentliche nicht verlieren.

Welchen Tipp gibst Du Gründerinnen?

Dass sie sich von Misserfolgen nicht entmutigen lassen sollen. Und: Begeisterung ist das Prinzip aller Möglichkeiten.

Wer oder was inspiriert Dich?

Menschen, die Neues ausprobieren und eine Leidenschaft entwickeln für das, was sie tun.

Welches gesellschaftliche Thema liegt Dir am Herzen?

Die Förderung von Tech-Themen bei Kindern. Zum Beispiel hosten wir bei RatePAY demnächst die Hacker-School, ein Hamburger Projekt, das Kindern einen Einblick ins Programmieren gibt.

Meet a Working Mom: Theresia Fuchs

Steckbrief

Name: Theresia Fuchs
Alter: 35
Beruf und Position: Vice President IoT Channel Management @ T-Systems
Wo lebst Du? Bonn
Familiäre Situation: verheiratet, zwei Kinder, 4 und 5 Jahre
Wie würdest Du deinen Lifestyle umschreiben? Working Mom mit Leidenschaft für Fashion
Hast Du Hobbies? Reisen, Sport (laufen, skifahren, surfen, schwimmen, Yoga…), lesen, Mode, mit Freunden Zeit verbringen
Folgst Du einem Motto? Es ist alles eine Sache der Einstellung

Wie ist dein beruflicher Hintergrund?

International Business BA + Technology Management MSc; starke internationale Prägung (USA, Frankreich, Schweden, Malaysia); fundierte Erfahrung in Digitalisierung, Führung, Vertrieb, Projektmanagement

Du arbeitest bei T-Systems im Bereich IoT, das klingt technisch und eher nach Männerdomäne. Viele kennen das Internet of Things noch nicht. Kannst Du kurz erklären, was ihr genau macht und was eure Ziele sind?

IoT steht für das Internet der Dinge; das bedeutet die Vernetzung von Objekten wie Maschinen, Geräten mit dem Internet und untereinander. Wir entwickeln Anwendungsfälle, sogenannte Use Cases für Unternehmen, welche durch die mithilfe des IoT generierten Daten Kosten einsparen können oder effizienter werden können. Beispiel: Baustellenmaschinen haben einen Sensor, der verschiedenste Parameter (Location, Betriebsstunden etc.) misst und via Mobilfunk übermittelt, somit können die Maschinen optimal eingesetzt und getrackt werden.

Wie sind Deine Erfahrungen als Frau in einer Führungsposition in einem großen Unternehmen?

Grundsätzlich positiv; meist ernte ich Bewunderung als junge Vollzeit-Führungskraft mit erfolgreichem Mann und zwei Kindern, manchmal auch Misstrauen.

Womit musstest Du kämpfen?

Klassische Vorurteile, z.B. „die hat den Job nur bekommen, weil sie eine Frau ist“. Das ignoriere ich – Neid muss man sich erkämpfen, Mitleid bekommt man umsonst, das macht mich dann eher stolz.

Inwieweit hast Du dich folglich zu Kompromissen entschlossen?

Ich source alles, was mit Haushalt zu tun hat, aus und gönne mir sehr viel Unterstützung, das entzieht zuhause Kontrolle und kostet einiges.

Was sind die wichtigsten Erfahrungen in den letzten Jahren gewesen?

Mit Mut, Willensstärke und einem gewissen Durchhaltevermögen ist alles möglich!!!

Hast Du einen Rat für Frauen, die sich für eine Karriere in einer sog. Männerdomäne entscheiden?

Schaut euch die besten Eigenschaften der Männer ab (Competitiveness, Cherry Picking, Selbstmarketing etc.) und spielt gleichzeitig eure weiblichen Vorteile aus (inkl. toller Klamotten ?), dann seid ihr unschlagbar!

Styles4Work ist ein Online Shop, spezialisiert auf Business Mode und Business Editorials. Wie beurteilst Du die Bedeutung von spezialisierten Plattformen und Blogs für die Trendbildung in den kommenden Jahren?

Essentiell! Nur so werden zukünftig Trends entstehen; ganz besonders wichtig werden auch in eurem Umfeld entscheidende Influencer sein, i.e. erfolgreiche Frauen, die gleichzeitig Wert auf Mode und Lifestyle legen und so als einflussreiche Botschafterinnen dienen werden.

Benutzt Du selbst soziale Medien?

Klar – allerdings nicht exhaustiv mangels Zeit!

Mode ist ein emotionales, sehr persönliches Thema. Gibt es für Dich ein Outfit, das immer passt?

Schlichtes Etui-Kleid mit klassischen, schwarzen Louboutins geht IMMER.

Hast Du ein Lieblingsoutfit?

Ich trage am liebsten knielange Kleider – die sitzen immer, man muss sich nicht den Kopf zerbrechen, mit was man kombiniert und sind gleichzeitig gemütlich und weiblich. Dazu natürlich Pumps; hohe Schuhe sind für mich ein Must – ich bin nur 1,62m, meist unter Männern und zudem hat man in High Heels eine ganz andere Haltung.

Hast Du ein Lieblingslabel?

Ich kaufe ziemlich gemischt, mag aber besonders gerne Kleider von Ted Baker, Diane von Fürstenberg und Missoni.

Versuchst Du Modetrends in Dein Business-Outfit einzubauen?

Natürlich, obwohl ich gerne noch viel mehr Zeit hätte, mich damit zu beschäftigen!

Welche Farben trägst Du im Büro?

Alle! Ich stehe total auf kräftige Farben und bin mit meinen braunen Haaren und Augen ein ziemlicher Durchschnittstyp, der fast alle Farben tragen kann. Ich gehe auch mit roten Lack Pumps ins Büro.

Was findet man immer in Deiner Handtasche?

Lippenstift! Ich kann nicht ohne – geht immer schnell und macht ohne Aufwand was her.

Welchen Tipp gibst Du Frauen, die Ihren Style noch suchen?

„Vorbilder“ in der Umgebung (Freundinnen, Kolleginnen…) suchen, ganz viel Vogue und Co. blättern, Online Blogs lesen und dann anprobieren, ausprobieren. Wenn man ein Teil (z.B. Kleid) hat, was einem richtig gut gefällt, das sitzt, man sich toll darin fühlt und optimalerweise sogar Komplimente bekommt, genau hinsehen: Liegt es am Schnitt? Welcher Style? Welche Farben? Von da ausgehend kann man sich dann an Ähnlichem orientieren und peu-à-peu vorarbeiten. Ganz wichtig ist auch die Erkenntnis, dass eben nicht jeder Trend und Style zu jedem Typ/Figur passt!

Beruf und Familie, das ewige Thema: Wie schaffst Du es, beides zu meistern?

Den Spagat zwischen Kindern und Karriere bekomme ich gut hin. Es gilt „nur“ die 4 Key Points zu beachten:

  1. Einfach machen – Dein Ding!
  2. Priorisieren – via Outsourcing!
  3. Attitude – Changes als Chances!
  4. Männer – als Vorbild!

Welchen Tipp gibst Du berufstätigen Müttern, die eine führende Position haben?

Siehe oben – meine 4 Key Points, mehr Details dazu auf LinkedIn unter folgendem Link.

Wer oder was inspiriert Dich?

Andere tolle Frauen,  die Familie und Karriere in ausgewogener Balance managen und dabei noch gut aussehen ?; von diesen gibt es aber zugegebenermaßen nicht allzu viele. Wir brauchen mehr Vorbilder!

Zum Schluss: welches gesellschaftliche Thema liegt Dir derzeit sehr am Herzen?

Die Förderung von jungen Frauen, „es zu schaffen“!

Meet Dr. Sandra von Möller

Steckbrief

Name: Dr. Sandra von Möller
Alter: 48
Familiäre Situation: verheiratet, 3 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren
Lebensmittelpunkt: Köln
Hobbie: Familie und Freunde, KIDsmiling, Reisen und Skifahren
Motto: Alles ist möglich

Wie ist dein beruflicher Hintergrund?

Ich bin Rechtsanwältin und Fachanwältin für Steuerrecht. Meine berufliche Laufbahn habe ich in der Steuerabteilung der KPMG begonnen und bin dann zu der internationalen Rechtsanwaltskanzlei Linklaters gewechselt. Danach habe ich für die Deutsche Post AG gearbeitet, zunächst in der internationalen Steuerabteilung, dann im Marketing. Parallel habe ich als Dozentin für Steuerlehre Vorlesungen an der TH Köln und der Fresenius Fachhochschule gehalten und zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Tageszeitungen veröffentlicht. Seit 2009 bin ich Geschäftsführerin des mittelständischen Technologieunternehmens BÄRO mit Sitz in Leichlingen.

Von 2009 bis 2013 war ich als direkt gewähltes Mitglied des Rates der Stadt Köln für die CDU aktiv und gehörte dem Aufsichtsrat der KölnKongress GmbH an. 2014 wurde ich in das Kuratorium der TH Köln berufen.

Seit 2015 bin ich Vizepräsidentin der IHK Köln. Zudem bin ich Vorsitzende des Rechtsausschusses der IHK und leite den Arbeitskreis Diversity. In dieser Funktion organisiere ich auch den jährlichen Frauen-Business-Tag unter dem Motto „Frauen.Macht.Karriere“, eine spannende Fachtagung für Unternehmerinnen und leitende Mitarbeiterinnen, bei der es in diesem Jahr um Digitalisierung, Change und Innovation geht.

Vor 15 Jahren habe ich den gemeinnützigen Verein KIDsmiling gegründet – meine Herzensangelegenheit – den ich seither ehrenamtlich leite. KIDsmiling unterstützt Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen in Bergheim, Bonn, Düsseldorf, Köln, Leverkusen und St. Augustin und zeigt Ihnen Perspektiven für ihre Zukunft auf.

Was hat Dich dazu gebracht?

Seit meinem Eintritt ins Berufsleben bin ich auf der Suche nach Business-Kleidung, die von morgens bis abends gut aussieht, schick und gleichzeitig bequem ist, möglichst wenig knittert, professionell und trotzdem weiblich wirkt. Früher habe ich vor allem Kostüme getragen, heute ziehe ich am liebsten Kleider an. Dabei freue ich mich über jede Inspiration. Deshalb finde ich die Idee einer Plattform rund um Business-Outfits spannend.

Was macht Styles4Work aus?

Styles4Work ist eine Plattform von Business-Frauen für Business-Frauen.

Was machst Du bei Styles4Work?

Im Moment stehe ich beratend zur Seite.

Wie würdest Du Eure Zielgruppe umschreiben?

Frauen, die Lust auf Karriere haben und ihr Berufsleben mit Spaß und Stil angehen möchten.

Wo siehst Du Styles4Work in 3 Jahren? Was ist das Ziel von Styles4Work?

Styles4work soll eine der wichtigsten und interessantesten Seiten zum Thema Business-Outfits werden.

Hast Du ein Lieblingsoutfit?

Das ändert sich jeden Tag.

Hast Du ein Lieblingslabel?

Nein, aber bei Hugo Boss und Diane von Fürstenberg finde ich immer wieder schöne Sachen. Bei Taschen sind Hermès, Fendi und Bottega Veneta meine favorisierten Marken.

Versuchst Du Modetrends in Dein Business-Outfit einzubauen?

Business-Mode ist für mich eher klassisch, aber sicherlich auch von den jeweiligen Modetrends beeinflusst.

Welche Farben trägst Du im Büro?

Viel blau und schwarz, selten grau, ab und zu rot oder orange.

Wo kaufst Du am liebsten ein?

Am liebsten in schönen Geschäften bei einem ausgedehnten Stadtbummel. Da ich dafür im Alltag leider kaum noch Zeit habe, bestelle ich das meiste online.

Was findet man immer in Deiner Handtasche?

Handy, Lippenstift und – fast immer – Visitenkarten.

Ohne welches Stück gehst Du zurzeit nicht aus dem Haus?

Handtasche und hohe Schuhe.

Welchen Tipp gibst Du Frauen, die Ihren Style noch suchen?

Ich würde immer eher klassische Kleidung empfehlen, also Kostüme und Hosenanzüge oder Jeans und Blazer – je nach Job und Anlass.

Styles4Work ist eine Internet-Plattform: Bist Du auch privat ein Socialmedia user? Postest Du selber?

Ich poste selbst, aber nur im Zusammenhang mit meinem Berufsleben oder mit KIDsmiling, nie über mein Privatleben.

Wie beurteilst Du die Bedeutung von Plattformen wie Styles4Work und Blogs für die Trendbildung in den kommenden Jahren?

Die Bedeutung halte ich heute schon für groß und glaube, dass diese in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird.

Beruf und Familie, das ewige Thema: Wie schaffst Du es, beides zu meistern?

Ich bin sehr gut organisiert und jeder Tag ist detailliert geplant.

Wer oder was inspiriert Dich?

Erfolgreiche Frauen, von Alice Schwarzer über Amal Clooney.

Zum Schluss: welches gesellschaftliche Thema liegt Dir derzeit sehr am Herzen?

Hier muss ich gleich drei Themen nennen, die mir sehr wichtig sind und für die ich mich einsetze:

  1. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen: Ich bin davon überzeugt, dass jedes Kind besondere Fähigkeiten hat, die bei entsprechender Förderung dazu führen, dass sie als Erwachsene ein unabhängiges und erfolgreiches Leben führen können. Und es ist für mich unerträglich, dass so viele Kinder mitten in Deutschland und unter uns ohne Perspektiven für ihre Zukunft aufwachsen.
  2. Die Gleichberechtigung von Frauen im Berufsleben. Dafür müssen zum einen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen werden, wozu ausreichende und flexible Kita-Plätze, Ganztagsschulen und die vollständige Abzugsfähigkeit von Kinderbetreuungskosten gehören. Zum anderen braucht es eine Frauenquote, da viele gut qualifizierte Frauen übersehen werden.
  3. Und da wir beim Thema Mode sind: Nachhaltigkeit – lieber weniger, dafür qualitativ hochwertige Kleidung kaufen, die über längere Zeit tragbar ist, als viele Kleidungsstücke, die unter schlechten Bedingungen produziert wurden und schnell wieder entsorgt werden.